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Neues Gefahrhundegesetz ab 1. Mai 2005 in Kraft Drucken
Ab dem 1. Mai 2005 gilt das neue Gefahrhundegesetz für Schleswig-Holstein. Diese neue Re­gelung dient der Vorsorge und der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit, die von ge­fährlichen Hunden ausgehen. Das neue Gesetz ersetzt die bisher geltende Gefahrhundeverord­nung des Landes Schleswig-Holstein.

Als gefährlich gelten Hunde der Rassen Pittbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Stafford­shire-Bullterrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden. Für diese Hunderassen beziehungsweise Kreuzungen besteht bereits ein bundesgesetzliches Verbringungs- und Einfuhrverbot.

Als gefährlich gelten ferner Hunde, die einen Menschen gebissen haben, Hunde, die außerhalb des befriedeten Besitztums (eingezäunten Grundstücks) wiederholt in Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben oder ein anderes Verhalten gezeigt haben, das Menschen ängs­tigt. Auch Hunde, die ein anderes Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen wor­den zu sein, sowie Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh oder andere Tiere hetzen oder reißen und Hunde, die eine über das natürliche Maß hinausge­hende Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe besitzen, fallen unter das neue Gesetz. Ob ein Hund unter diese Bestimmungen des Gesetzes fällt, entscheidet der Fachdienst Öffentliche Si­cherheit.

Die Haltung gefährlicher Hunde bedarf jetzt einer Erlaubnis. Die Erlaubnis ist persönlich zu bean­tragen. Sie gestattet einer volljährigen Person die Haltung eines bestimmten gefährlichen Hundes.

Folgende Antragsunterlagen sind vom Halter des Hundes vorzulegen:

  • • Personalausweis oder Reisepass,
  • • Führungszeugnis,
  • • eine Sachkundebescheinigung,
  • • eine tierärztliche Bescheinigung über die Kennzeichnung des Hundes durch einen Mikro­chip und
  • • ein Versicherungsnachweis über eine Haftpflichtversicherung für das Tier. Die Haftpflichtversi­cherung ist mit einer Mindestversicherungssumme in Höhe von 500.000 Euro für Personenschäden und in Höhe von 250.000 Euro für Sachschäden und Vermö­gensschäden abzuschließen und aufrechtzuerhalten.

Gefährliche Hunde müssen so gehalten werden, dass sie das befriedete Besitztum nicht gegen den Willen der Hundehalterin oder des Hundehalters verlassen können. Die Hundehalterin oder der Hundehalter darf einen gefährlichen Hund außerhalb des befriedeten Besitztums nur persön­lich führen oder nur eine Person damit beauftragen, die eine Erlaubnis, ebenso wie der Hundehal­ter, zum Führen des Hundes besitzt. Die beauftragte Person muss also dieselben Voraussetzun­gen erfüllen, wie die Hundehalterin beziehungsweise der Hundehalter.

Wichtig: Die Erlaubnis zum Halten beziehungsweise Führen des Hundes ist mitzuführen und auf Verlangen zur Überprüfung auszuhändigen.

Gefährliche Hunde müssen außerhalb des eigenen, umzäunten Grundstücks an einer geeigneten Leine geführt werden, die höchstens zwei Meter lang sein darf. Außerdem muss jeder gefährliche Hund außerhalb des befriedeten Besitztums ein leuchtend hellblaues Halsband tragen.

Schließlich ist gefährlichen Hunden ein Maulkorb anzulegen. Hiervon kann auf Antrag eine Befrei­ung erteilt werden, wenn die Fähigkeit des Hundes zu sozialverträglichem Verhalten durch einen Wesenstest nachgewiesen ist. Eine Befreiung kann jedoch nicht mehr erfolgen, wenn der Hund bereits einen Menschen gebissen hat.

Erlaubnisanträge können ab sofort beim Fachdienst Öffentliche Sicherheit, Herr Lauritzen/Frau Wischmann, Zimmer 7, während der Öffnungszeiten gestellt werden. Dort werden auch weitere Informationen bereitgehalten. Nähere Auskünfte sind auch telefonisch unter 13-226 oder 13-227 möglich.


Autor: Stadt Geesthacht - Fachdienst Öffentl. Sicherheit